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TOCOTRONIC
Golden Years Open Airs
Support: FRAU LEHMANN
Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der letzten Jahrzehnte. Gegründet werden sie 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre und Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Digital ist besser“ erscheint 1995 und verbindet ebenso kraftvollen wie schlichten Gitarrenrock mit Texten voller Slogans, die sogleich zu geflügelten Worten geraten, etwa „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“. Mit den folgenden Alben „Nach der verlorenen Zeit“ (1995) und „Wir kommen um uns zu beschweren“ (1996) gelingt Tocotronic der Sprung aus den kleinen Clubs in die großen Hallen; auf dem vierten Album „Es ist egal, aber“ (1997) reichern sie ihren ungestümen Gitarrenrock erstmals mit Mundharmonika und Streichern an.
In den folgenden Jahren wird ihre Musik immer opulenter. Auf „K.O.O.K.“ (1999) spielen sie einen düsteren, vom Metal beeinflussten Rock; das „weiße Album“ von 2002 ist eine reich orchestrierte, farbig verrätselte Platte, in der Realismus und Fantasie sich miteinander versöhnen. Seit „Pure Vernunft darf niemals siegen“ (2005) gehört Rick McPhail als zweiter Gitarrist fest zur Band, sein von blumigen Feedbacks durchzogenes Spiel prägt den Sound von Tocotronic künftig mit. In der nächsten Werkphase geht es in musikalisch und lyrisch immer weiter verfeinerter Weise um die Selbstwidersprüche unserer Existenz, um die unauflösbare Dialektik von Müssen und Wünschen. „Kapitulation“ (2007) ist ohne Zweifel ein Hauptwerk der deutschsprachigen Popmusik im neuen Jahrtausend, wie keine andere Band ihrer Generation vermögen Tocotronic es nun, politische Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden, und auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache gefunden. „Kapitulation“ eröffnet eine Werkphase, die später auch als Berlin-Trilogie bezeichnet werden wird, außerdem gehören dazu die Alben „Schall und Wahn“ aus dem Jahr 2010 und „Wie wir leben wollen“ von 2013.
Mit dem „roten Album“ (2015) bewegt sich die Band durch eine neue Häutung hindurch, ihre Musik wird nun wieder einfacher und direkter, auf „Die Unendlichkeit“ (2018) kommen autofiktionale Motive hinzu. Im April 2020 erscheint das Stück „Hoffnung“, es handelt von den Erfahrungen der Einsamkeit und Isolation während der Corona-Krise – und von der Hoffnung darauf, dass „ein kleines Stück Lyrics and Music / gegen die Vereinzelung“ hilft. „Hoffnung“ findet sich auch auf dem dreizehnten Album von Tocotronic, „Nie Wieder Krieg“, das im September 2021 erscheint, alle Songs darauf handeln von der Sehnsucht nach Hoffnung und Heilung; von dem Wunsch danach, nicht mehr verletzt und verkannt und vereinzelt zu werden. Das Autofiktionale, das „Die Unendlichkeit“ bestimmte, verbindet sich hier wieder mit der Tocotronic-typischen Kunst der Überhöhung des Alltags ins Transzendentale.
Eine Kunst, die auf ihrem vierzehnten Album „Golden Years“ aus dem Jahr 2025 noch weiter verfeinert wird. Es handelt von den Reisen, die hinter einem liegen und von den Reisen, die noch bevorstehen, zugleich erzählen die Songs von der Sehnsucht nach Heimkehr und Sicherheit, vom Vergehen der Zeit und vom Vertrauen in die Zukunft, das allein die Liebe zu stiften vermag. „Golden Years“ ist gleichermaßen intim und politisch; wer Tocotronic kennt, dem wird es vertraut erscheinen und zugleich wieder ganz neu.
Denn wie keine andere deutsche Band, haben sie über Jahrzehnte hinweg ein Werk erschaffen – ein Werk im ganzen und guten Sinn dieses Wortes: ein Werk, geprägt von einer künstlerischen Entwicklung und von einem gelebten Leben, ein Werk aus Musik und aus Liedern, die sich auseinander ergeben, die aufeinander antworten und einander in Zweifel ziehen; ein Werk, in dem Leitmotive erkenntlich bleiben, die immer wieder variiert und erneuert werden und die immer wieder von neuem darauf befragt werden, wie sie zu der sich verändernden Gegenwart passen. „Golden Years“ handelt vom Altern, vom Glück der Reife und von der Angst vor dem Tod, vor allem aber handelt es vom unaufhörlichen Wiederanfangen aus dem Geist der Selbstbesinnung heraus, von den Utopien der Auferstehung und des endlosen Werdens. Es zeigt eine Band, die sich zu immer wieder zu erneuern und gleichermaßen bei sich selbst zu bleiben verstand: erkennbar in der Veränderung. Vielleicht vermag das zu erklären, warum die Musik von Tocotronic nach all dieser Zeit und gerade in unserer unbehaglichen Gegenwart immer noch und immer wieder so viel Glück und so viel Trost zu spenden vermag.
SUPPORT: FRAU LEHMANN
Frau Lehmann ist ein Quartett aus Leipzig. Fiona Lehmanns Texte und Vortrag sind Kern und Ankerpunkt der Songs, die uns lyrisch und gnadenlos aus der Theatervorstellung hinaus auf das Pflaster der Stadt werfen und uns an einer sehnsüchtigen Theke in Einsamkeit ertränken. Vergleiche bieten sich an, Sänger*innen, Poet*innen, Suchende aus allen Epochen der Literatur, des Rock und Pop, und sind somit schon wieder hinfällig. Man sagt eben doch wieder Element of Crime und Isolation Berlin, weil Dylan Thomas und Hildegard Knef nicht so hip klingt.
Engerling
Damals war’s, im Januar 1975 bestiegen fünf junge Herren die Bühne eines Gasthofes in Mahlow bei Berlin. “Engerling” heißen die, sagte der Kneiper und fügte hinzu: “….na, mit dem Namen werden die aber nicht weit kommen….”Um die 50 war der; ob er wohl 90 wurde ? Engerling wird 44 und ist zum Glück immer noch kein Maikäfer, denn die leben ja bekanntlich nicht sehr lange!
Irgendwie passten sie in all den Jahren nirgends so recht ins Konzept und haben es doch geschafft, sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDR-Kulturfunktionären schien die Band um Pianist und Songwriter Wolfram Bodag als Blues-Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als eigenständigen DDR-Beitrag zur internationalen Musikkultur”, als dass man sie wirklich hätte groß raus kommen lassen. Blues-Puristen dagegen kritisierten mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des originalen Zwölf-Takt-Schemas wenig scherte und statt dessen Blueselemente nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange Improvisationen verstieg, die viel eher ins psychedelische Flower-Power-Lager gepasst hätten. Seit 43 Jahren feilt die Ost-Formation beharrlich an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten im Grenzbereich zwischen Deutschrock und eben doch Blues und hat sich damit ein treues, aber ganz und gar nicht “ostalgisches” Publikum geschaffen.
“Rock’n’Blues” mit Geschichte und dem Blick nach vorn. 2005 erschien eine edle 5 CD-Box mit allen 5 Studioalben und allen 5 Singles. Ein neues Studio – Album von Engerling ist in Arbeit und die erste DVD erschien im Juli 2007. Die musikalischen Qualitäten der Band nutzt seit 24 Jahren auch die in Detroit, USA, lebende Rocklegende Mitch Ryder in dem er mit Engerling seine Tourneen in Europa ( D, A, CH, B, NL, F, E, SE ) bestreitet.
2004 wurde die gemeinsame DVD „At Rockpalast“ veröffentlicht – seit April 2012 als Doppel-DVD die kompletten Konzerte + Interviews;
im Februar 2017 erschien von Mitch Ryder & Engerling die 8. CD “Stick This In Your Ears ” und vom 8.2. – 17.3.2019 gehen sie gemeinsam zum 24. Mal auf Tour
Besetzung:
Wolfram Bodag ( ld, key, voc, harm), Heiner Witte (git), Manne Pokrandt (bg)
Hannes Schulze (dr).
Diskographie:
„Engerling“,1979; „Tagtraum“, 1981; „So oder So“,1989; „Egoland“, (1992 SPV)
„Engerling -Live“, (1994 Buschfunk); „Komm vor“, (1997 Buschfunk )
„Engerling spielt Stones-Songs im Miles“, (1998 Buschfunk)
DCD + Video „25 Jahre Engerling – Das Jubiläumskonzert“,(2000 Buschfunk )
5 CD – Box „Die Studio Alben“ (2005 Sony / BMG – AMIGA)
DVD „Das Jubiläumskonzert“ 2007 Buschfunk
!!!! DCD „40 Jahre Unterwegs“ Buschfunk und mit Mitch Ryder
CD „Rite of Passage“, (Line Records 1994),
CD „The Old Man Springs A Boner“, ( Dez. 2002 Buschfunk)
CD „A Dark Caucasian Blue“ , ( Jan 2004 Buschfunk)
DVD “At Rockpalast 1979 & 2004” (Okt. 2004 ARD-Inak)
CD „The Acquitted Idiot“ ( 20.1.2006 Buschfunk )
CD „You Deserve My Art“ 18.1.2008 Buschfunk
Kilminister
Lass krachen !
Laut, lauter, Motörhead: Seit ihrer Gründung im Jahr 1975 gehört die britische Rockband zu den einflussreichsten Musikformationen der Welt. Bassist Lemmy Kilmister, der einstige Kopf der Band, ist leider schon verstorben. Drei Hallenser sind mit der Mission unterwegs, die Musik von Motörhead weiterzuleben.
Motörhead unter die Leute zu bringen – und sie kommen verdammt nah ran ans berühmte Original! Ihr Name: KILMINISTER.
Aus der Taufe gehoben wurde das Projekt im Jahr 2010 von Sven „Lemmy“ Büttner, Matthias „Meff“ Schimetzek-Nilius und Olaf „Ole“ Mehl. Für alle drei ist die Musik von Motörhead von großer Bedeutung. Und so bieten sie gemeinsam einen akustischen Hochgenuss – und übrigens auch einen optischen, denn Bassist Sven Büttner sieht Motörhead-Chef Kilmister frappierend ähnlich.
Knapp 90 Minuten Motörhead-Titel, quer durch die Band-Geschichte, hat das Trio im Repertoire. Und das Liebhaber-Projekt mausert sich mehr und mehr zur Kultshow: Die Zahl der Auftritt steigt jedenfalls stetig; die Begeisterung unter den Fans ist riesig.
KILMINISTER die Motörheadshow.

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